zu Viel

(and execute)

At least, that’s what I wish it said off to the side. It’s been a long time sine I’ve done both of those things – too long.

I’ve spent the last couple months funemployed and figuring out exactly what I want to do. I found a job a long way away from home that fit the bill and tossed in an application the other day but I’m pretty sure that I won’t get it for one reason or another.

Anyways – putting the application together was a lot of fun. It let me dream like I haven’t since I was in university, and getting it all down on paper was pretty liberating.

Es gibt Phasen, in denen nicht zu wenig da ist, sondern zu viel.
Zu viele Gedanken, Möglichkeiten, Richtungen. Zu viele angefangene Fäden, die alle ihre Berechtigung haben.

In solchen Momenten entsteht leicht das Gefühl, man müsse „erst einmal Ordnung schaffen“, bevor man weitergehen darf. Als wäre Klarheit eine Voraussetzung für Bewegung.

Doch oft ist es genau umgekehrt.

Das Viele im Kopf ist kein Zeichen von Unfähigkeit oder Unentschlossenheit. Es ist ein Hinweis darauf, dass sich etwas neu sortiert. Alte Strukturen greifen nicht mehr, neue sind noch nicht ausgebildet. Gedanken liegen nebeneinander, ohne sich schon verbinden zu lassen.

Was dabei schnell entsteht, ist innerer Druck:
Ich müsste weiter sein.
Andere haben das doch auch im Griff.
Warum komme ich nicht schneller zu einer klaren Linie?

Dabei braucht Sortierung Zeit. Nicht im Sinne von Aufschieben, sondern im Sinne von innerer Verarbeitung. Manche Dinge lassen sich nicht beschleunigen, ohne dass sie an Tiefe verlieren.

Sortieren heißt nicht, alles gleichzeitig zu klären.
Es heißt auch nicht, sofort Entscheidungen zu treffen.

Manchmal heißt es einfach, dem inneren Durcheinander Raum zu geben, ohne es sofort bewerten zu müssen. Gedanken dürfen da sein, auch wenn sie sich widersprechen. Spannungen dürfen bleiben, auch wenn sie unangenehm sind.

Klarheit entsteht in solchen Phasen selten durch Druck.
Sie entsteht durch Halten, durch Wahrnehmen, durch schrittweises Ordnen.

Vielleicht ist das, was wir oft als Überforderung bezeichnen, in Wahrheit ein Übergang. Einer, der noch keinen Namen hat. Einer, der Zeit braucht, bevor er Form annimmt.

Und vielleicht ist es schon genug, sich selbst zuzugestehen:
Ja, da ist gerade viel. Und das darf so sein.

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